Hallo!
Ich will ein wenig von meinem Aufenthalt (lies: Urlaub) in Berlin vom 26. Mai bis 02. Juni berichten. Ich war dort in Begleitung von Viktor und Sandra aus dem Unichor, später ist noch Tobias (auch aus dem Chor) dazugestoßen.
Bei dieser umwerfenden Reise habe ich mich gleich in Berlin verliebt (ich war zum ersten Mal dort). Diese Stadt bebt vor Leben, sie ist permanent in Bewegung, voller Menschen mit schöpferischem Tatendrang. Dazu ist sie tatsächlich eine Weltstadt: In Kneipen und Clubs trifft man fast auf mehr Ausländer denn auf Deutsche. Und unser Stadtführer am ersten Tag war ein Australier, der seit 6 Jahren in Berlin lebt, weil es "die aufregenste Stadt der Welt" ist, obwohl er nur sehr gebrochen Deutsch spricht.
Warum ist Berlin so aufregend? An der Bevölkerungsdichte liegt es sicher nicht: Mit 3.807 EW/km² ist Berlin deutlich dünner besiedelt als z.B. New York (10.359 EW/km²). Der Glanz von Paris fehlt Berlin erst recht. Und die Plattenbauten aus der DDR-Zeit (wusstet ihr, dass die Innenstadt, also Berlin-Mitte, vollständig im Osten lag) lassen auch nicht unbedingt tolle Stimmung aufkommen. Trotzdem liegt der Schlüssel zum heutigen Berlin in seiner Vergangenheit. Denn nach der großflächigen Zerstörung Berlins im zweiten Weltkrieg und der anschließenden Ära des Sozialismus musste nach der Wende quasi von vorne angefangen werden, was die Berliner und viele internationale Künstler, die Anfang der 90er in die Hauptstadt kamen, jedoch als Chance begriffen. So wurde die Mauer mit tollen Graffiti bemalt (-> East Side Gallery) oder Ruinen von Künstlergruppen besetzt (-> Tacheles). Nicht zu vergessen die Technowelle (-> Love Parade) sowie die Tradition der "Never Ending Party" (hey, wo sonst gehen Leute um fünf Uhr morgens noch in eine Disko und müssen sogar den vollen Eintrittspreis zahlen?).
Ja, das ist Berlin, wie es leibt und lebt.
Macht et jut!
Pascal